Marius Daniel Popescu / Die Wolfssymphonie, aus dem Französischen übersetzt von Michèle Zoller

Popescu

La Symphonie du loup erzählt von einer Kindheit und Jugend unter der sozialistischen Diktatur in Rumänien. Popescus Sprache ist von hoher Intensität und Direktheit, alles ist hier wichtig: der Vater, die Mutter, die Grossmutter, der Grossvater, die Freunde und Dorfbewohner, aber auch die kleinen und die grossen Details wie die Kirschbäume im Garten der Grossmutter, die mit Zucker bestreute Brotscheibe, der Fluss, in dem der Junge gerade Fische fängt, als er durch seine Grossmutter vom Tod des Vaters erfährt, die Zigeuner und die Ballone, die sie den Kindern im Tausch gegen Leergut geben, eine Fahrt in die Stadt auf dem Trittbrett des Zuges und das Verenden eines Pferdes, das zur Rache an seinem Besitzer mit den Hufen auf eine Eisenplatte geschweisst wird. Es ist ein Buch von extremer Kraft und nicht minder inniger Zartheit. Bevor es in der Übersetzung von Michèle Zoller im Frühling 2013 im Engeler-Verlag als Buch erscheinen wird, bringe ich hier einen längeren Abschnitt. Marius Daniel Popescu lebt in Lausanne, wo er die literarische Zeitschrift “le Persil” herausgibt und einen Linienbus fährt.

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