Nicolas Pesquès / Gespräch

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“es gibt” – il y a, mit diesen vier Buchstaben, mit diesen drei kleinsten Wörtchen begann im Französischunterricht nicht nur das Erlernen einer Sprache, mit “il y a” begann auch eine Welt, begann die Welt überhaupt aufgerufen und geordnet zu werden. Il y a benannte, was es gibt – und aus der Differenz zwischen dem, was es gibt, und dem, was zu sagen versucht, was es gibt, kann Poesie entstehen. Das Gespräch von Emmanuel Laugier mit Nicholas Pesquès in Mütze #4 widmet sich dieser Differenz. – Il y a, so könnte, so müsste aber auch eine Buchreihe, eine eigentliche Bibliothek heissen. Die Bände meiner “Il y a”-Bibliothek, sehr schmale und ganz dicke, würden bestehen aus Beschreibungen “besonderer Orte” – wobei jeder Ort sich zum besonderen eignet, wenn er jemanden auffällt und von diesem beschrieben wird. Aber diese Bücher sind leider selten, im besten Falle beschreiben sie eher berühmte Orte, beschreiben sie London, Rom und Paris, und sie sehen meist grosszügig darüber hinweg, dass jede dieser Städte gebildet wird aus einer schier unendlichen Vielzahl und Vielfalt von Orten, von Strassen, Häuserzügen, Hausecken, Mauervorsprüngen, Löchern im Asphalt – und kleinen und grossen Gärten. “Die Nordseite des Juliau” von Nicholas Pesquès, veröffentlicht als roughbook023, ist Teil dieser Bibliothek. Auf der Seite von  Asymptote  kann man Nicolas Pesquès aus “La face nord de Juliau, six” lesen hören, und auf der Seite von France culture unterhält sich Nicolas Pesquès mit Alain Veinstein über das jüngste seiner Juliau-Bücher, „La face nord de Juliau onze, douze“.

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