Jonis Hartmann bespricht Mütze #21

„Mütze 21 widmet sich, im ersten Heftteil, in dossierhafter Konzentration final dem zeitgleich Im Versteck erschienenen Roman Eine Australienreise von Svein Jarvoll. Diese obskure Gemme wird in einem weiteren, wichtigen Textausschnitt geehrt, u.a. die Tarot-Szene, in der staunenswerten Übersetzung von Matthias Friedrich, anschließend mit zwei Beiträgen Sekundärliteratur, ebenfalls von Friedrich übersetzt von Gisle Selnes und Mazdak Shafieian, zu ihrem Ende geführt. Das ist gut, ist Jarvolls unverhältnismäßig uneinsichtiges Werk in den bisher präsentierten Ausschnitten kaum zu erahnen, nur richtungsweise zu verdrücken und dann auch durchaus, ohne größere Werkidee, ziemlich enervierend. Doch hier kommt alles in Bahnen und nebenbei, nach Gesamtlektüre des fantastischen Streichs im Versteck, wird es zurecht gewürdigt in all seiner Gefeiltheit, seinem Wahnwitz und seiner thanatophilen Anschmiegung. Wobei auch die beiden Literaturwissenschaftler auf die selbst in Norwegen weitegehende Ignoranz bis Verstecktheit des 1988 erstveröffentlichten Werkes hinweisen. Spricht Selnes von Jarvoll, in dessen eigener Zuschreibung, von einem Lochmacher, hält sich sein Text tatsächlich an die Dante Referenzen Jarvolls, und zwar im speziellen die analen.“

Die ganze Besprechung von Jonis Hartmann steht hier bei fixpoetry, die Mütze kann hier bestellt werden.

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